Hasssprache und Diskriminierung

Hasssprache und Diskriminierung

Projekt für Jugendliche und geschichtsinteressierte Personen aus Polen und Deutschland

Hasssprache begleitet uns untrennbar seit Anbeginn der Zeit. Das Ausmaß ihres Auftretens durch die „Träger“, die es verbreiten, nämlich die traditionellen und sozialen Medien, ist jedoch mittlerweile ein Phänomen, dessen Ausmaß beunruhigend ist. Bei der Suche nach Abhilfe müssen wir uns dem Paradox stellen, das sich in der vermeintlichen Freiheit „alles sagen zu dürfen“ auf der einen und der Würde des Menschen auf der anderen Seite, ausdrückt. In unserer Zeit ist es die Freiheit, die oft unreflektiert als Wert beschworen wird, auf Kosten der Würde und Gerechtigkeit zwischen den Individuen und sozialen Gruppen. 

Wir laden Jugendliche sowie geschichtsinteressierte Personen aus Deutschland und Polen zur Teilnahme am Projekt ein, das uns für die Hasssprache und Diskriminierung sensibilisieren und grundlegendes Wissen und Fähigkeiten vermitteln wird, um die Phänomene erkennen, darauf effektiv reagieren und entgegenwirken zu können. 

Der besondere Fokus bei der Projektauflage 2021/2022 wird dem Antisemitismus gelten, der weiterhin eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Demokratien bedeutet und in der Corona-Zeit durch Verschwörungstheorien akuter geworden ist.

Bei dem Projekt werden uns neben Expert*innen aus dem Bereich Hasssprache und Diskriminierung auch Vertreter*innen der jüdischen Minderheiten begleiten, die aus ihrer Perspektive Bezug zum Thema nehmen werden.

Teilnahmebedingungen: 

  • Wir laden jeweils 10 Teilnehmer*innen aus Deutschland und Polen im Alter von 18 bis 23 Jahren ein. Bevorzugt werden Anmeldungen von jeweils 2 bis 3 Personen aus derselben Schule, Universität, Organisation.
  • Das Projekt umfasst zwei Teile: sechs online Begegnungen von jeweils drei Stunden und das gemeinsame deutsch-polnische Begegnungsseminar in der IJBS Oświęcim/Auschwitz im Januar/ Februar. Die Teilnahme an beiden Teilen ist obligatorisch.
  • Die online Begegnungen finden auf der Plattform Zoom unter Anwendung weiterer digitaler Tools statt.
  • Während der Projektarbeit werden uns Dolmetscher*innen begleiten. Englischkenntnisse sind gern gesehen.

TERMINE 

  • 15.11.2021 / 15:00-18:00 Uhr: Unsere Identität(en). Was wissen wir über Polen und Deutschland? Erwartungen an das Projekt – online Workshop (IJBS Oświęcim/Auschwitz & WIN Leipzig)
  • 22.11.2021 /15:00-18:00 Uhr: Die Kette der Diskriminierung – onlineWorkshop Teil 1 (The Auschwitz Jewish Center in Oświęcim)
  • 29.11.2021 / 15:00-18:00 Uhr: Die Kette der Diskriminierung – onlineWorkshop Teil 2 (The Auschwitz Jewish Center in Oświęcim)
  • 06.12.2021 / 15:00-18:00 Uhr: Hasssprache versus Menschenrechte – online Workshop (Amadeu Antonio Stiftung)
  • 13.12.2021 / 15:00-18:00 Uhr: Antisemitismus – deutsche Perspektive – online Workshop (Amadeu Antonio Stiftung)
  • 20.12.2021 / 15:00-18:00 Uhr: Begegnung mit der jüdischen Minderheit (Projekt MEET A JEW des Zentralrates der Juden in Deutschland)
  • Januar/ Februar: Begegnungsseminar in der IJBS Oświęcim/Auschwitz

– Besuch des Jüdischen Museums und der Synagoge in Oświęcim

– Antisemitismus – polnische Perspektive – Workshop

– Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

– Vorbereitung der gemeinsamen Kampagne gegen Hasssprache und Diskriminierung

– Besuch in Krakau: Besichtigung der Altstadt und des jüdischen Viertels Kazimierz

– Teilnahme an der Zeremonie des 77. Jahrestages der Befreiuung von Auschwitz

ORGANISATION 

Weltoffenes Interkulturelles Netzwerk/Deutschland www.winetzwerk.de, IJBS Oświęcim/Auschwitz https://mdsm.pl, Amadeu Antonio Stiftung/Deutschland www.amadeu-antonio-stiftung.de, The Auschwitz Jewish Center/Polen www.ajcf.pl, Projekt MEET A JEW des Zentralrates der Juden in Deutschland www.meetajew.de

KOORDINATION 

Elżbieta Pasternak (IJBS Oświęcim/Auschwitz) pasternak@mdsm.pl

Maria Tuzani (Weltoffenes Interkulturelles Netzwerk) tuzani.maria@gmail.com

Hier geht´s zum Anmeldungsformular: https://forms.gle/YfzKfTbNurrutws36

Deadline für die Bewerbung: 31. Oktober 2021.

Das Projekt wird vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk finanziert (www.pnwm.org).

*Autorinnen des Plakats: Tania Savich & Katarzyna Kurstak

top